Samstag, Juli 31, 2010

Wort der Woche

"Shudder Pulps"
aus Forschungen zur Genreliteratur, s.a.
  • Schauderpulps (?)
  • auch bekannt als "Weird Menace"
  • Terror und Folter
  • zerrissene Bluse

Montag, Juli 26, 2010

Buch :: The Case of the Scarlet Woman

Die Papierherstellung fordert viele wertvolle Ressourcen: Holz, Energie und Wasser. Zudem werden Luft und Wasser dabei durch Schadstoffe belastet. Wir alle können mithelfen, die Umwelt zu schonen. Sie wissen schon, geneigter Leser, wie so was weitergeht: Machen Sie alles im Internet, benutzen Sie weniger Toilettenpapier, sorgen Sie dafür, dass nur noch das gedruckt wird, was auch wirklich gelesen wird. „The Case of the Scarlet Woman“ ist von den drei Büchern, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, das einzige, bei dem ich tatsächlich immer wieder nachdenken muss, wie viel Toilettenpapier ich einsparen muss, um die armen Bäume wettzumachen, die hier für die Papierherstellen dran glauben mussten. Bitter, ganz bitter.

Und es klang so viel versprechend: Arthur Conan Doyles unsterbliche Schöpfung gegen den „verdorbensten Menschen der Welt“, St. Aleister Crowley. Von einem Autoren, der von sich sagt, dass er in beiden Genres wohl belesen ist. Tja, von wegen.

Den Nobelpreisträger W.B.Yeats als verhuschtes Medium (sorry, Visionär) kann man vielleicht noch akzeptieren, wirkt aber wie eine offene Wunde in dem Deduktionismus des Detektives aus der Baker Street. Eine wirkliche Konfrontation gibt es nicht, eigentlich taucht St. Aleister nicht einmal auf, und Mr. Holmes und Dr. Watson erweisen sich als seltsam unfähig. Abgesehen davon... von einem "Scharlachweib" hätte ich mehr erwartet. Auch Mr. Holmes war nicht impotent, wenn Sie wissen, was ich meine.

Irgendwie bekommt der Autor Arthur Conan Doyles Charaktere nicht wirklich in den Griff, Holmes Schlussfolgerungen sind blass, schlimmer noch, im Zuge der Nachforschungen wird sein Bruder Mycroft (der intelligentere von beiden) flugs zu einem Adepten des Hermetischen Ordens des Golden Dawn erklärt. Als Chef des britischen Geheimdienstes sicherlich eine nahe liegende Beschäftigung für den schwerknochigen älteren Holmes-Bruder, im Auge des Lesers jedoch ebenso schwammig wie die Adjektivwahl der vorhergehenden Sätze…

Der unausweichliche Zusammenprall von logischer Analyse und praeter-logischem Denken, wie sie Holmes und der okkulte britische Untergrund symbolisieren, gibt mehr Stoff her als der in dem dünnen Büchlein beschriebene – und wurde auch schon trefflicher beschrieben. Greift mal nach Wilsons „Masken der Illuminaten“, für ein besonders farbigen Trip durch die Kulturgeschichte. By Jove, man könnte wahrscheinlich bei einer halben Flasche Absinth ein halbes Dutzend fesselndere Geschichten konstruieren als die vorliegende. Westcott! Mathers! Der Kanonenstab von Alan Bennet! Die wahre Identität von Aiwaz! War es Moriarty? Oder Captain Nemo? Ach, mein Blutdruck…
Wie war das mit dem Toilettenpapier?

Samstag, Juli 24, 2010

Buch :: Simon & Kirby Superheroes


Veröffentlichungsdatum im Oktober. Da ist's noch lange hin... seufz. in Amerika wird das Buch bereits jetzt hoch und höchst gelobt, z.B. auf dem San Diego ComiCon. Und da mir mein Amazon-Roboter dies jetzt auch schon mal ins Postfach gelegt hat, warum nicht schon mal vormerken. Ist ein bischen utopisch, ich gebe es zu. Aber nicht jeder von uns hat den Roboterschädel von Jack Kirby auf dem Schreibtisch stehen wie Mr. Ellis. (ich könnte mir aber den Roboterschädel von Warren Ellis bauen und dann einen Newsfeed aus dem 22. Jahrhundert downloaden. Wieder eine gute Idee, die ich wahrscheinlich innerhalb der nächsten 12 Stunden vergessen habe.)

It's just a jump to the left

...oder genauer egsagt, nach unten (oder hinten). Eines der neuen Features bei Blogger ist der "Jump". Den hatte ich vorher handprogrammiert hier reingefummelt - die Möglichkeit, nur die ersten Absätze eines Postings zuveröffentlichen, mit der Option, mehr anzuzeigen. Das gibt es nunmehr als Option während der Eingabe. Ganz nett. Also, machen wir mal so einen Sprung.

Freitag, Juli 23, 2010

Amadeus auf der Flusswelt, Folge 13

Wahrscheinlich passt das hier zu einem der vorhergehenden Kapitel von Amadeus auf der Flusswelt Keine Ahnung, wer weiß das schon? Ich arbeite hier nur. Okay, weiter im Text: die Lautstärke bitte hochdrehen:

"Mann, die geilsten Videos gibt es nicht mehr auf MySpace oder YouTube", ächzte Tobias Arkenbrand und rieb sich mit der Mündung seiner Flashgun über das entzündete rechte Auge. "Die perversesten Nummern gibt es jetzt auf Facebook. Man stelle sich das mal vor: Ein ganzes Buch, nur Gesichter. Bukakke Overdrive! Die mentalen Ejakulationen einer ganzen Generation!"

"Sauber, Toberl", murmelte Amadeus und betrachtete die vor ihm zuckenden Bildschirme. "Wer hat's Dir denn heut' ins Gehirn geschissen?"

Donnerstag, Juli 22, 2010

Layout Update

Wenn Frauen eine Krise haben, gehen sie zum Friseur oder schneiden sich die Haare. Wenn Blogger eine Krise haben, fangen sie an, an ihrem Layout herumzufummeln. ich kicke hier noch ein paar Optionen herum, die die erweiterten Möglichkeiten von Blogger inzwischen hergeben. Meine ganzen handprogrammierten Erweiterungen sind draussen, aber viele gibt es jetzt auch routinemäßig. Eine kleine Tour über die neuen Möglichkeiten in den nächsten Tagen.
Oder wenn ich mir wieder die Haare schneide.

Mittwoch, Juli 21, 2010

Links 2010-07-21

Kirby: Der phantastischee Mr. Kurt Busiek kündigt die Wiedergeburt des Kirbyversums an - und mehr! "Galactic Rangers. Sigurd. Galaxy Green. Tiger 21. The Ninth Men."

Freak: via WWII History Magazine: "It was May 1940, and the German officer’s unit was attacking toward a village called l’Epinette, near Bethune, France. Five of his soldiers took cover behind a farmyard wall, sheltered from the fire of British rearguards covering the retreat of the British Expeditionary Force to the English Channel. Without warning, one German crumpled, the feathered tip of an arrow sticking out of his chest. From a small farm building on their flank, rifle-fire tore into the others." Na, das nenn' ich doch mal einen Soldaten, der seinen Job ernst nimmt.

Religion: Via BBC News: Experten haben bewiesen, dass das Programm von Radio Vatikan Krebs verursacht. "There is a 'coherent and significant connection' between radiation from Vatican Radio aerials and childhood cancer, researchers have said." Sind wir überrascht, oder hatte man sich das schon immer gedacht? Die katholische Kirche hat irgendwie kein glückliches Händchen bei Dingen, die Kinder betreffen...

Dienstag, Juli 20, 2010

Tracks des Jahres


Baltimore Gun Club Tracks jetzt auf unserer MySpace-Seite anzuhören!
Seit unserem Gig in der fabulösen BarRock liegt für euch alle unserer gajoler Opener "Rock'n'roll Buddha" zum Anhören bereit.
Natürlich sind auch weiterhin unsere Klassiker und ein paar fette Mitschnitte anhörbar: Graveyard Girl, Waking the Liar, 16 Tons (live), Assassin of Love, Bulletride (live), Manic Love, Into the Zone (live) und.. natürlich... Samedi.
Wer's einfach mal anhören will, klickt einfach aus den Link zum PopUpPlayer.
Unser Dank noch mal unserem Producer at The Marlow - wie immer kongeniale Arbeit.

Freitag, Juli 16, 2010

Frazetta Freitag

In Erinnerung an den großen Frank Frazetta: Werwesen. Heute: der Wertiger (keine Ahnung, wo der herkommt, sieht aber beunruhigend aus)
Pic aus „Creepy“, Warren Verlag

Sonntag, Juli 11, 2010

Cut-Outs :: Die Pilze von Abaddon

Abschnitt aus dem 5. Kapitel, ersatzlos gestrichen. Und ja, es ist eine Art Gartenzwerg, wenn man genau darüber nachdenkt. Der musste aus mehreren Gründen verschwinden.

Da schrie der gute Omnos mit grausig verdrehten Augen „Herr! Herr! Seht den Pilz!“ Und dann nahm das irrisierende, grabesgleich leuchtende Licht, das aus dem Riesenpilz hervor brach, uns allen die Worte, und selbst der alte Henoch wich, wie von den Alpen der Nacht gepackt, erschreckt zurück: Phosphorlicht schimmerte in den seltsamen Ecken und Rundungen des Pilzes, und noch ein Stück wankte er, doch dann zerfetzte ein dämonischer Blitz stinkend den gewaltigen Körper des Pilzes, und das erschreckende saturnische Ereignis gebar ein grausiges Wesen, das düster und bösartig auf dem großen Schirm des zerfetzten Pilz kauerte und sein ungewöhnliches Zepter gegen uns schwang. Es war eine zwergenhafte Kreatur von wie zerfressener madenweißer Haut, deren Haupt das Wimmeln schleimiger Würmer krönte, ein morbides Gegenstück zu Medusas Schlangenhaaren.
Über das satyrhafte Antlitz der Kreatur schlich ein grausames und lüsternes Grinsen. Und dann entblößte das fahle Licht, das sein Leib ausstrahlte, die eklig bleiche Weiße seines nackten Leibes, der nur von einem Gurt um die Hüften, aus faulenden Pilzen geformt, bekleidet war. Und dann sprach die Kreatur, und ihre Stimine war alt und jung, und beides nicht, Mann und Frau und beides nicht - so wie auch sein Körper die Merkmale keines Geschlechts trug.